Fetisch & BDSM

Wieso ist Wetlook so sexy?

21. Mai 2021
Junge Frau in nasser Bluse

Wetlook Dessous sehen glatt und glänzend an. Verglichen mit Lackdessous glänzen sie weniger, jedoch mehr als Seidendessous. Sie haben eine dünnere Beschichtung als Lackwäsche.

Da Kleidung im Wetlook eng an der Haut anliegt, zaubert sie eine wunderschöne Silhouette und wirkt sehr erotisch. Mit ihr siehst du aus, als wärst du gerade aus dem Wasser gekommen. Obwohl der Stoff eng anliegt, ist er dehnbar und atmungsaktiv.

Wetlook – wie wird der sexy Stoff hergestellt?

Die Haupteigenschaft von Wetlook-Dessous ist, dass sie glatt und glänzend aussehen. Verantwortlich für die nasse Optik ist eine Beschichtung mit PVC oder PU.

Wetlook-Bekleidung wird sehr oft aus Polyester mit Elasthan hergestellt. Eine gängige Fasermischung besteht aus 92 % Polyester mit 8 % Elasthan.

Wetlook als Fetisch

Er lässt sich am ehesten als eine Vorliebe für enge Kleidung beschreiben. Oder als Neigung für glänzende, nass wirkende Kleidungsstücke. Manchmal tritt der Fetisch gemeinsam mit der Aquaphilie auf. Der Reiz bei dem Fetisch wird durch ein Gefühl ausgelöst: Das Gefühl etwas Anrüchiges und Verbotenes zu unternehmen würden: die Wäsche durch nass machen zu ruinieren.

Manche Liebhaber von diesem Fetisch bevorzugen Oberbekleidung wie Jeans, Pullover oder eine Jacke. Wenn das Outfit durch Gürtel, Schuhe und Schmuck komplettiert wird, umso besser. Sie bezeichnen sich als Wetties oder Wetlooker/innen. Das Spüren der Bewegung der nassen Kleidung im Wasser oder außerhalb, oder der Anblick von der Farbe, die sich durch die Nässe verändert, wird als attraktiv, reizvoll und erotisch empfunden. Manche Wetties bevorzugen helle Kleidung, die durchscheinend wird, aber nichts vom Körper enthüllt, manche mögen eher dunkle Kleidung.

Der Ursprung des Fetischs liegt vermutlich darin, dass das Tragen von Straßenkleidung im Schwimmbad oder beim Baden als unangemessen bis verboten verstanden wurde. In den Kulturen, in denen das voll- oder teilweise bekleidete Schwimmen in Kleidung als normal angesehen wird, ist der Fetisch kaum anzufinden.

Wetlook Catsuit, schwarz

Als Fetisch ist Wetlook in der Gesellschaft eher weniger zu finden. Jedoch gibt es viele Foren und Webseiten zum Thema und etliche Seiten, auf denen Video- oder Bildmaterial von nassen Frauen und Männern erhältlich sind. Viele Wetlooker/innen haben eine Vorliebe für nasse Kleidung als Kind entdeckt, als es für sie verboten war, die Anziehsachen nass zu machen. Oft tritt der Wetfetisch mit dem Dirtfetisch (WAM) zusammen auf. Den Wetlook-Fetisch gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten:

  • langsam oder schnell ins Wasser gehen
  • viel oder wenig Kleidung
    Kleidung mit oder ohne Badekleidung
  • nasse Kleider am Körper trocknen lassen oder sich schnell umziehen
  • selbst nass sein oder andere nass sehen
  • helle oder dunkle Wäsche

 

Alexander Comfort, der Autor von „The Joy of Sex“ meinte zu dieser Art von Kleidung: „Sie fungiert wie eine Art Superhaut, die die visuellen und taktilen Eigenschaften von Glanz und Enge verbesser.“. Desmond Morris sieht Wasser auf der Haut als die Simulation vom Schweiß der sexuellen Erregung an.

Was kombiniert man zu Wetlook?

Zu Wetlook Kleidung kannst du viel kombinieren – von Bett und Büro ist dabei möglich. Eine Wetlook-Leggings kannst du mit weit geschnittenen Oberteilen tragen – so wirkt dein Outfit für das Büro nicht billig. Wetlook-Oberteile werden am besten mit Stilettos in Lack, einer passenden Hose oder einem Wetlook-Rock kombiniert.

Wie pflegt man Wetlook-Kleidung?

Die meisten Wetlook-Dessous lassen sich bis 30 °C mit der Hand waschen, beachte dabei die Pflegehinweise auf dem Etikett.